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Hans-Christian Andersen

Hans-Christian Andersen

Der wohl berühmteste dänische Dichter und Schriftsteller wurde am 2. April 1805 in Odense (Dänemark) als Sohn eines armen Schuhmachers geboren. Mit 14 Jahren ging er nach Kopenhagen, um sich dort am königlichen Theater als Sänger ausbilden zu lassen. Von der Theaterdirektion unterstützt und durch König Friedrich VI. gefördert, konnte er von 1822 bis 1828 eine Lateinschule und die Universität besuchen.

Andersen unternahm Reisen durch Deutschland, Frankreich und Italien, die ihn zu lebhaften impressionistischen Studien anregten. Sein Weltruhm begründet sich jedoch auf seinen 168 Märchen. Angelehnt an dänische, deutsche und griechische Sagen sowie historische Begebenheiten, dem Volksglauben verbunden und inspiriert von literarischen Strömungen seiner Zeit, schuf Andersen diese bedeutsamsten Kunstmärchen des Biedermeier.

In den dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts fand der junge Dichter in Deutschland mehr Anerkennung als in seinem Vaterland. Hier erschienen auch viele seiner autobiographischen Schriften, Reiseberichte und Romane in Übersetzung. Zu seinem Leidwesen nahm man von dieser Seite seines Werks jedoch sehr viel weniger Kenntnis als von seinen Märchen.

Doch es sind seine Märchen, die beinahe in allen Sprachen zu Hause sind. Die Menschen haben sie so verinnerlicht, dass sie sie als eigenständigen, ursprünglichen Besitz betrachten und wie Volksmärchen behandeln. Darüber wurde fast vergessen, dass Andersen diese Dichtungen überhaupt in ihre einzigartige Form gebracht hat. Alles trägt unverwechselbar seine Handschrift: die Erzählweise, die Tonlage, die Figuren, das Märchenhaft-Menschliche und nicht zuletzt jene Glanzlichter der Ironie.

Andersen starb am 4.8.1875 in Kopenhagen.

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