Veranstaltung | BELTZ
Montag, 22. Juni 2020, Wolmirstedt

»13. April 1945 - Der gestrandete Zug von Farsleben«

Sonderausstellung im Museum Wolmirstedt mit Autor Uri Orlev

Museum Wolmirstedt

Der Autor Uri Orlev gehört zu einer Gruppe von Überlebenden aus einem KZ-Zug, der vor 75. Jahren in der Nähe von Wolmirstedt in Farsleben befreit wurde. Zum Jubiläum der Befreiung präsentiert das Museum Wolmirstedt Zeitzeugenberichte in einer Sonderausstellung. Informationstafeln erzählen anschaulich die Geschichte des gestrandeten Zuges in Farsleben am 13. April 1945.

Uri Orlev wurde 1931 als Jerzy-Henryk Orlowski in Warschau als Sohn jüdischer Eltern geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er im Warschauer Ghetto. Sein Vater, ein Arzt, kam als Offizier der polnischen Armee in russische Gefangenschaft. Seine Mutter, eine Chemikerin, wurde von den Deutschen erschossen. 1943 wurde Uri Orlev gemeinsam mit seinem Bruder und seiner Tante in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Nach der Befreiung durch die US-Armee 1945 gelangten die Brüder mit einem Kindertransport nach Paris, dann nach Israel. Hier lebt Orlev seither und hat seine Erfahrungen aus dem Krieg in vielen Romanen für Kinder und Jugendliche verarbeitet.

Veranstaltungsort
Museum Wolmirstedt
Schlossdomäne 4
39326 Wolmirstedt


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