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Family-Literacy-Programmen (FLP) wird ein bedeutendes Potenzial in der Bekämpfung von Bildungsbenachteiligung zugeschrieben. Diese Programme adressieren die Stärkung von Literacy-Kompetenzen innerhalb der Familie, um so die Bildungschancen von Kindern nachhaltig zu verbessern. Der dahinter liegende mehrdimensionale Ansatz zur Beschreibung von Beeinträchtigungen in der schriftsprachlichen Lernentwicklung von zuvorderst Kindern aus bildungssystemfernen Familien macht diese Programme für die sonderpädagogische Fachrichtung Lernen besonders interessant (vgl. Einhellinger, 2013). Jedoch erschwert die Vielfalt der Begrifflichkeiten, die zur Beschreibung der Zielgruppe verwendet werden, die Einschätzung der Passung sowie eine Übertragung der vielversprechenden Forschungsbefunde. Das Forschungsinteresse dieser Diskursanalyse entspringt der Annahme, dass die Konstruktion von Benachteiligung im wissenschaftlichen Diskurs über FLP weitreichende Implikationen für die Gestaltung und Umsetzung dieser Programme hat. Insbesondere stellt sich die Frage, wie durch sprachliche und konzeptionelle Entscheidungen bestimmte Bilder von Familien und ihren Kompetenzen erzeugt werden und welche Auswirkungen dies auf die Förderung der Zielgruppe hat. Eine kritische Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Annahmen und Normen scheint in diesem Kontext notwendig.
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