Zeitschrift für Pädagogik | BELTZ

Zeitschrift für Pädagogik

Mentale Prozesse bei der Unterrichtsbeobachtung

Theoretical Clarification and a Case Study Taken from a Literature Class
Zusammenfassung

Auf der Basis kognitions- und wahrnehmungspsychologischer Theorien schlägt der Artikel ein Modell zur Beschreibung mentaler Prozesse vor, in denen Lehrpersonen Unterricht wahrnehmen, interpretieren, beurteilen und darauf bezogene Handlungsentscheidungen treffen. Die Prozesse werden verstanden als Aktivierung der Dispositionen Wissen, Einstellungen und Verarbeitungsfähigkeiten. Das Modell beschreibt sowohl die Verarbeitung des Wahrgenommenen gemäß einer bestehenden mentalen Disposition als auch solche Verarbeitungsprozesse, in denen Dispositionen verändert werden. Weiterhin unterscheidet es einen spontanen und einen reflektierten Verarbeitungsmodus. Die entwickelte Theorie wird an einem Fallbeispiel anhand von Studierendenäußerungen zu einem Unterrichtstranskript illustriert. Das Fallbeispiel zeigt, wie Studierende divergentes Vorwissen zur Situation „Unterrichtsgespräch über Literatur“ aktivieren, explizieren, begründen und in einem Prozess der wechselseitigen dialogischen Anerkennung modifizieren.

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Beitrag
Mentale Prozesse bei der Unterrichtsbeobachtung
Zeitschrift für Pädagogik (ISSN 0044-3247), Ausgabe 6, Jahr 2019, Seite 904 - 925

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Titel

Mentale Prozesse bei der Unterrichtsbeobachtung

Zeitschrift

Zeitschrift für Pädagogik (ISSN 0044-3247), Ausgabe 6, Jahr 2019, Seite 904 - 925

DOI

10.3262/ZP1906904

Print ISSN

0044-3247

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Jochen Heins / Thomas Zabka

Schlagworte

Teacher Education
Unterrichtsbeobachtung
Literaturunterricht
Unterrichtswahrnehmung
Lehrer/innenbildung
Mentale Prozesse
Literature Class
Noticing
Lesson Observation
Mental Processes