Jean-François Lyotard ist mehr als der reine Apostel von Vielfalt und Heterogenität. Implizit entwickelt er ein neues, zeitgemäßes Verständnis von Universalität und Menschsein unter postmodernen Bedingungen, die sich in der Gegenwart des digitalen Zeitalters wie unter einem Brennglas verschärfen. Dies wird erkennbar, wenn man sein Werk auf dessen anthropologische Tiefenstruktur hin befragt. Dann wird deutlich, dass sich Menschen in einem bestimmten, universalen Modus zu sich selbst und zur Welt verhalten. Darin besteht die Kontur eines zeitgemäßen Bildungsbegriffs, über den erst die gesamte Philosophie Lyotards in ihrer Komplexität erschlossen werden kann.
1. Auflage, 2025
Bindeart: E-Book/pdf Umfang: 209 Seiten Verlag: Beltz Juventa
Pia Diergarten, M.A. lehrt und forscht am Institut für Bildung und Kultur der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu den Bereichen Bildungstheorie und Digitalisierung, Bildungsphilosophie, Philosophie der Skepsis sowie postmoderne Philosophie.
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