Antisemitismus im Bildungswesen reicht von der Annahme der Nicht-Präsenz von Jüdinnen und Juden bis hin zu verbalen Übergriffen und physischer Gewalt. Vieles davon bleibt für das nichtjüdische Umfeld weitgehend unsichtbar, auch innerhalb von Schulen. Vor diesem Hintergrund fokussiert das Buch Erfahrungen von jüdischen Jugendlichen und ihren Familien und fragt, wie Antisemitismus im schulischen Kontext wahrgenommen, eingeordnet und bewältigt wird.
1. Auflage, 2022
Bindeart: E-Book/pdf Umfang: 76 Seiten Verlag: Beltz Juventa
»Mit einem explorativen empirischen Forschungsansatz werden antisemitische Erfahrungen von jüdischen Schülern und deren Verarbeitung in der Mitte 2010er Jahren in Deutschland erforscht. Damit gehört die Studien zu den ersten Forschungen zum Coping-Verhalten bezüglich antisemitischer Schulereignisse.«
- Michael Kohlstruck, Socialnet, 11.09.2023
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Über Marina Chernivsky
Marina Chernivsky ist Psychologin und Verhaltenswissenschaftlerin. Sie forscht zu Antisemitismus in Institutionen und leitet das von ihr gegründete Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung sowie die Beratungsstelle OFEK e.V. Bis 2017 war sie Mitglied im Zweiten Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus des Deutschen Bundestages und ist Mitherausgeberin des 2017 erschienenen Antisemitismusberichts. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Antisemitismus an Schulen und Gedenkstätten, Wirkung der Shoah u. a. in Bildung, Beratung und Psychotherapie.
Johanna Schweitzer absolvierte den Bachelor of Arts an der Universität Potsdam in Germanistik und Erziehungswissenschaften und den Master of Arts an der Alice Salomon Hochschule Berlin in „Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik“. Seit 2018 ist sie
wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der Forschungsprojekte am Fachbereich des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Antisemitismus im Bildungswesen, an Gedenkstätten und als lebensgeschichtliche Kategorie.
Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai,Professur für Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung und Leitung des Arbeitsbereichs Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung am Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Universität Tübingen. Forschungsschwerpunkte: Institutioneller Antisemitismus, Jüdische Erfahrungen in Gegenwartsverhältnissen und Institutionen, antisemitismuskritische Bildung und Beratung, Auswirkungen von antisemitischem Terror und kollektiver Gewalt, Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt.
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