Gefühle sind uns angeboren und waren immer gleich? Mitnichten. Erst in der Auseinandersetzung mit ihrer sozialen und kulturellen Umgebung lernen Kinder, wie und was man fühlen darf und wie man diese Gefühle ausdrücken kann.
Die 13 Autorinnen und Autoren zeigen, dass sich Gefühle und Vorstellungen vom »richtigen Fühlen« in den vergangenen 150 Jahren massiv gewandelt haben. Dazu nutzen sie Kinderbücher und Ratgeber, denn Kinder beobachten nicht nur das Verhalten von Anderen. Sie orientieren sich auch an fiktiven Gestalten, die ihnen in Geschichten und Filmen begegnen.
1. Auflage, 2021
Bindeart: Buch, gebunden Format: 160 x 237 x 26 mm Gewicht: 713 g Umfang: 378 Seiten Verlag: Beltz Juventa
Prof. Dr. Uffa Jensen ist Historiker am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Geschichte des Antisemitismus, des Deutschen Judentums und der Psychoanalyse sowie Emotionsgeschichte. Zuvor arbeitete er an der University of Sussex, der Georg-August-Universität Göttingen und am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Ausgewählte Publikationen: Gebildete Doppelgänger. Bürgerliche Juden und Protestanten im 19. Jahrhundert (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2005), zusammen mit Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.): Gefühle gegen Juden. Die Emotionsgeschichte des modernen Antisemitismus (Themenheft. Geschichte und Gesellschaft 39, H. 4, 2013), Zornpolitik (Berlin: Suhrkamp, 2017), Wie die Couch nach Kalkutta kam. Eine Globalgeschichte der frühen Psychoanalyse (Berlin: Suhrkamp, 2019).
Pascal Eitler, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Er forscht zur Religions-, Politik, Körper- und Tiergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und ist Gründer und Mitherausgeber von Body Politics – Zeitschrift für Körpergeschichte. Literatur zum Thema des Kapitels: Der „Ursprung“ der Gefühle – reizbare Menschen und reizbare Tiere, in: Ute Frevert et al.: Gefühlswissen. Eine lexikalische Spurensuche in der Moderne (Frankfurt: Campus, 2011); Tiere und Gefühle, in: Gesine Krüger et al. (Hrsg.): Tiere und Geschichte. Konturen einer Animate History (Stuttgart: Franz Steiner, 2014).
Prof. Dr. Margrit Pernau ist Senior Researcher am Max Planck Institut für Bildungsforschung, Berlin, Forschungsgruppe Geschichte der Gefühle und hat eine apl. Professur an der Freien Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der indischen und islamischen Geschichte, der Geschichte der Gefühle, der Begriffsgeschichte und der Globalgeschichte. Ausgewählte Publikationen: Bürger mit Turban. Muslime in Delhi im 19. Jahrhundert (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2008); (Hrsg.): Neue Wege der Begriffsgeschichte. Themenheft. Geschichte und Gesellschaft 44, H. 1 (2018); Emotions and Modernity in Colonial India (Delhi: Oxford University Press, 2019).
Ute Frevert, Prof. Dr. Dr. h.c., ist Direktorin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und leitet dort seit 2008 den Forschungsbereich "Geschichte der Gefühle". Ihre Publikationen zur Sozial-, Kultur- und Politikgeschichte, der Emotionsgeschichte und der Geschlechtergeschichte wurden in zahlreichen Sprachen veröffentlicht. 2020 zeichnete die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung sie mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa aus. Ausgewählte Buchveröffentlichungen: Mächtige Gefühle. Von A wie Angst bis Z wie Zuneigung – Deutsche Geschichte seit 1900 (Frankfurt am Main: Fischer, 2020); Kapitalismus, Märkte und Moral (Wien: Residenz, 2019); Die Politik der Demütigung. Schauplätze von Macht und Ohnmacht (Frankfurt am Main: Fischer, 2017).
Dr. Daniel Brückenhaus ist als Associate Professor of History am Beloit College (USA) tätig. Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Antikolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert, die Geschichte von staatlichen Überwachungsmaßnahmen in diesem Zeitraum und die Geschichte von Humor und Satire im kolonialen Kontext. 2017 erschien sein Buch Policing Transnational Protest. Liberal Imperialism and the Surveillance of Anticolonialists in Europe, 1905-1945 (Oxford: Oxford University Press, 2017).
Dr. Magdalena Beljan ist Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg). Sie arbeitet zur Geschlechter- und Körpergeschichte und ist Mitherausgeberin von Body Politics, einer Open Access-Zeitschrift für Körpergeschichte. Daneben engagiert sie sich im Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von befristet beschäftigtem Personal an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Stephanie Olsen, Ph.D, FRHistS, ist Senior Researcher am Academy of Finland Centre of Excellence in the History of Experiences (Tampere University, Finland). Die Autorin von Juvenile Nation: Youth, Emotions and the Making of the Modern British Citizen (London: Bloomsbury, 2014) und Herausgeberin des Sammelbandes Childhood, Youth and Emotions in Modern History: National, Colonial and Global Perspectives (Basingstoke: Palgrave, 2015) forscht derzeit zur Bildung von Kindern und der Kultur der Hoffnung im Ersten Weltkrieg. Sie ist auch Mitherausgeberin der sechsbändigen Bloomsbury Cultural History of Youth (2022) und der vierbändigen Routledge History of Childhood in the Nineteenth Century (2022).
Dr. Benno Gammerl ist Professor für Geschlechter- und Sexualitätengeschichte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Er forscht zur Homosexualitätengeschichte in Deutschland, zur Gefühlsgeschichte und zur Geschichte von Imperien. Sein aktuelles Projekt fragt, wie sich Einstellungen zur sexuellen Vielfalt im Europa des 20. Jahrhunderts durch Migrationsbewegungen veränderten. Aktuelle Publikation: Anders fühlen. Schwules und lesbisches Leben in der Bundesrepublik. Eine Emotionsgeschichte (München: Hanser, 2021).
PD Dr. Anja Laukötter ist Senior Researcher am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und Co-Leiterin (zusammen mit Prof. Christian Bonah) der internationalen ERC-Forschergruppe (ERC Advanced Grant) »The Healthy Self as Body Capital«. Ihre Forschungsschwerpunkte ihrer zahlreichen Publikationen liegen in der Neueren und Neuesten Geschichte (19. und 20. Jahrhunderts), der Geschichte der Emotionen, der Geschichte der Objekte, des Sammelns, der Sammlungen und der Museen, der Geschichte der Medien und der Visualisierung, der Geschichte des Films, des Fernsehens und des Internets, der Geschichte des (Post-)Kolonialismus und der Körpergeschichte. Aktuelle Buchveröffentlichungen: Sex richtig! Körperpolitik und Gefühlserziehung im Kino des 20. Jahrhunderts (Göttingen: Wallstein, 2021); zusammen mit Christian Bonah (Hrsg.): Body, Capital & Screens. Visual Media and the Healthy Self in the 20th Century (Amsterdam: Amsterdam University Press, 2020).
Bettina Hitzer, Dr. phil., ist Privatdozentin an der Freien Universität Berlin und Assoziierte Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, wo sie von 2014–2020 eine Minerva-Forschungsgruppe zum Thema „Krankheit und Gefühle. Geschichte(n) einer komplizierten Beziehung“ geleitet hat. Für ihre Forschungen zur Migrations-, Religions-, Emotions- und Wissenschaftsgeschichte wurde sie 2016 mit dem Walter-de-Gruyter-Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. Ihr Buch Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts (Stuttgart: Klett-Cotta, 2020) erhielt 2020 den Preis der Leipziger Buchmesse (Sachbuch). Sie arbeitet gegenwärtig an einem Forschungsprojekt zur Geschichte der Adoption von Kindern in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland.
Jan Plamper ist Professor für Geschichte am Londoner Goldsmiths College. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Emotions-, Sinnes-, Migrations- und Osteuropageschichte. Wichtigste Buchveröffentlichungen: Das neue Wir. Warum Migration dazugehört: Eine andere Geschichte der Deutschen (Frankfurt am Main: S. Fischer 2019); Geschichte und Gefühl. Grundlagen der Emotionsgeschichte (München: Siedler 2012); The Stalin Cult. A Study in the Alchemy of Power (New Haven: Yale University Press 2012).
Juliane Brauer, Dr. phil. habil., Historikerin und Musikwissenschaftlerin, forscht und lehrt über kulturwissenschaftliche Themen der modernen deutschen Geschichte. Seit 2020 ist sie Professorin für Geschichtsdidaktik an der Stiftung Universität Hildesheim. Aktuelle Buchveröffentlichung: Zeitgefühle. Wie die DDR ihre Zukunft besang. Eine Emotionsgeschichte (Bielefeld: transkript 2020).
Dr. Joachim C. Häberlen ist Associate Professor of Modern Continental European History an der britischen University of Warwick. Er forscht und publiziert zur Geschichte sozialer Bewegungen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Ausgewählte Publikation: The Emotional Politics of the Alternative Left: West Germany, 1968-1984 (Cambrige: Cambridge University Press, 2018).
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Die 13 Autorinnen und Autoren zeigen, dass sich Gefühle und Vorstellungen vom »richtigen Fühlen« in den vergangenen 150 Jahren massiv gewandelt haben. Dazu nutzen sie Kinderbücher und Ratgeber, denn Kinder beobachten nicht nur das Verhalten von Anderen. Sie orientieren sich auch an fiktiven Gestalten, die ihnen in Geschichten und Filmen begegnen.39.95