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Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind herausgefordert, in komplexen, oftmals uneindeutigen Situationen Entscheidungen zu treffen. In der vorliegenden Arbeit werden Ermessensspielräume in Fallbesprechungen der Jugendsozialarbeit empirisch nachgewiesen und in der Entstehung rekonstruiert. Bei ihrer interaktiven Aushandlung kommt nicht nur theoretisches, sondern auch praktisches, implizites Wissen zum Ausdruck. Auf spezifische Weise fallen in diesen Aushandlungsprozessen fachliche Autonomie und Reproduktion sozialer Ordnung zusammen. Im Umgang mit Uneindeutigkeiten werden Praktiken der Bewältigung erkennbar, die auf die Wahrnehmung von fachlichen Handlungsmöglichkeiten gerichtet sind. Ermessensspielräume werden daher als zentrale Orte der Vermittlung professionalisierter Praxis konzipiert.
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Über Michael Rölver

Michael Rölver ist Diplom-Sozialarbeiter (FH) / Diplom-Sozialpädagoge (FH) und hat einen Masterabschluss (M. Sc.) in »International Social Work and Human Rights« der Universität Göteborg (Schweden). Sein fachliches Interesse gilt der Bedeutung von Ermessensspielräumen und Prozessen der Entscheidungsfindung. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Gesundheit der Fachhochschule Münster in einem Präventionsprojekt für Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern. Zudem verfügt Rölver über umfassende praktische Berufserfahrung in der Jugendsozialarbeit und ihrer fachpolitischen Vertretung. Ein Schwerpunkt seiner fachlichen Expertise liegt zudem in rechtskreisübergreifenden Kooperationen der Sozialen Arbeit mit dem Gesundheitswesen (SGB V) und der Arbeitsförderung (SGB III). Im Dezember 2023 hat er seine Promotion an der Universität Münster erfolgreich abgeschlossen.

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