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Deutsche Jugend

"Der öffentliche Gebrauch seiner Vernunft muss jederzeit frei sein."

Wiedererinnerung an das Konzept Emanzipation oder Publikumsbeschimpfung?
Zusammenfassung

Peter-Ulrich Wendt erinnert im Beitrag an Emanzipation, die aktive (Selbst-)Befreiung Jugendlicher aus vorgefundenen Abhängigkeiten, als Ziel der Jugendarbeit. Dieser emanzipatorische Handlungsrahmen, den es in den frühen 1970er Jahren gab, wurde - so Wendt - in den 1970/80er Jahren durch Erlebnispädagogik und andere Ansätze diffus ergänzt und dann zu einer affirmativen Praxis umgeformt. Nach Ansicht des Autors wurde die Jugendarbeit seit den 1990er Jahren dann vollends bis zur Unkenntlichkeit deformiert, weil sie sich fremdbestimmen ließ, z.B. als sie Präventionsansätze übernahm oder sich zur Schuljugendarbeit entwickelte. Jugendarbeit, so Wendt, formuliert heute keine emanzipatorischen Ansprüche mehr und befindet sich, mit Kant, im Stadium selbstverschuldeter Unmündigkeit. Wendt bescheinigt ihr geradezu eine konzeptionelle "Verwahrlosung". Das ist starker Tobak, aber ist der Befund völlig von der Hand zu weisen? Ein Ausweg aus der Misere gelingt, so Wendt, nur, wenn der im Nebel verschwundene Emanzipationsbegriff wiederentdeckt wird.

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Beitrag
"Der öffentliche Gebrauch seiner Vernunft muss jederzeit frei sein."
deutsche jugend (ISSN 0012-0332), Ausgabe 01, Jahr 2015, Seite 9 - 17

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Titel

"Der öffentliche Gebrauch seiner Vernunft muss jederzeit frei sein."

Zeitschrift

deutsche jugend (ISSN 0012-0332), Ausgabe 01, Jahr 2015, Seite 9 - 17

DOI

10.3262/DJ1501009

Print ISSN

0012-0332

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Peter-Ulrich Wendt

Schlagworte