Zeitschrift für Theoretische Soziologie | BELTZ

Zeitschrift für Theoretische Soziologie

Gedächtnis und Gesellschaft

Gedächtnissoziologische Perspektiven auf Vergesellschaftungsprozesse
Zusammenfassung

Im letzten Jahrzehnt hat sich eine Variante der Wissenssoziologie entwickelt, die sich grundlegend am Begriff des Gedächtnisses orientiert und damit insbesondere zeitliche Bezüge in sozialen Prozessen in den Fokus rückt. Mit der Weiterentwicklung des gedächtnissoziologischen Ansatzes stellt sich die Frage nach seinem gesellschaftstheoretischen Potenzial. Der Text lotet diese Perspektive aus. In einem ersten Schritt wird die prozessorientierte Gedächtnissoziologie kurz skizziert. Danach erfolgt eine erste Einordnung dieses Ansatzes entlang der Unterscheidung Sozialtheorie/Gesellschaftstheorie. Drittens werden einige Probleme des Gesellschaftsbegriffs erörtert und damit eine Grundlage für die Diskussion der gesellschaftstheoretischen Perspektiven geschaffen, die im vierten Schritt entwickelt werden. Neben der grundsätzlichen Leistung der Temporalisierung, die ein derartiger prozessorientierter Ansatz ermöglicht, werden insbesondere die Erfassung von Antagonismen und Konflikten und die Konzeptualisierung gesellschaftlichen Wandels bzw. gesellschaftlicher Transformationen skizziert.

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Beitrag
Gedächtnis und Gesellschaft
ZTS Zeitschrift für Theoretische Soziologie (ISSN 2195-0695), Ausgabe 1, Jahr 2020, Seite 145 - 159

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Titel

Gedächtnis und Gesellschaft

Zeitschrift

ZTS Zeitschrift für Theoretische Soziologie (ISSN 2195-0695), Ausgabe 1, Jahr 2020, Seite 145 - 159

DOI

10.3262/ZTS2001145

Print ISSN

2195-0695

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Oliver / Dimbath Nina / Gerd / Sebald

Schlagworte

Gesellschaftstheorie
Sozialtheorie
social theory
social memory
soziales Gedächtnis
theory of society
concept of society
Gedächtnisoziologie
Gesellschaftsbegriff
sociology of memory