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The central focus of this article is how family, parenting, and motherhood are negotiated in media and political discourses. The premise is that these discourses influence social policy and social work practice. In this study 1574 newspaper articles and 251 parliamentary records are investigated by a discourse analysis. Results reveal controversial discourse strands: The »work–life balance issue« is significant in both politics and media, primarily discussed as an issue for mothers, rarely as a couple’s issue, and hardly as a topic concerning fathers. Mothers are expected to be integrated into the labor market due to economic interests but primarily remain mothers. At the same time idealised images of mother-hood persist, although the twofold stress of ideal motherhood alongside work is acknowledged. A stronger integration of fathers in family work is only minimally observed. Economically unattractive care work remains mostly unaddressed, and parenting is not socially situated within the structural con-text. Finally, media and politics strengthen the image of the bourgeois and private family. Parallels can be found in expert discourses on child protection. \nZentrales Untersuchungsinteresse des Beitrags ist, wie Familie, Erziehung und Mutterschaft in medialen und politischen Diskursen verhandelt werden. Prämisse ist dabei, dass die Diskurse sozialpolitische Entscheide und die Praxis Sozialer Arbeit beeinflussen. Es wurden 1574 Zeitungsartikel und 251 parlamentarische Unterlagen diskursanalytisch untersucht. Die Auswertung verweist auf kontroverse Diskursstränge: Im Vordergrund steht sowohl in Politik wie Medien die »Vereinbarkeitsthematik«, welche primär als Thema der Mütter diskutiert wird, selten als Paarfrage, kaum als Thema der Väter. Mütter sollen wegen ökonomischer Interessen in den Erwerbsarbeitsmarkt eingebunden werden, bleiben aber primär Mütter. Zugleich werden überhöhte Mutterbilder proklamiert, auch wenn die damit verbundene Belastung der Mütter aufgrund des Spannungsverhältnisses zwischen Mutterschaftsideal und Erwerbstätigkeit thematisiert wird. Eine stärkere Integration des Vaters in die Familienarbeit ist nur sehr zögerlich beobachtbar. Mehrheitlich unbearbeitet bleibt eine Auseinandersetzung mit der ökonomisch unattraktiven unbezahlten Sorgearbeit und Erziehung wird nicht sozialstrukturell verortet. Schließlich wird durch Medien und Politik das Bild der bürgerlichen und privaten Familie gestärkt. Parallelen dazu sind in den Expertendiskursen im Kindesschutz zu finden.
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