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Juli darf endlich alleine vom Kindergarten nach Hause gehen. (Martin holt nämlich schon seit tausend Jahren keiner mehr ab!) Aber gleich am ersten Tag muss er den Umweg über die Polizeistation gehen, weil er einen Schuh gefunden hat. Er soll zwar nicht trödeln, aber wenn man etwas gefunden hat, muss man es zur Polizei bringen. Unterschreiben kann er noch nicht, aber das macht nichts. Und dann ist er stolz, mit dem Polizeiwagen nach Hause gebracht zu werden, wo seine Mutter schon auf ihn wartet ...
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Über Jutta Bauer

Jutta Bauer (1955-2025) wurde als fünftes Kind ihrer Eltern Bertha und Franz geboren. Ihr Vater ist Lehrer und die Familie wohnt in Volksdorf, einem Vorort von Hamburg. Nach zehn Jahren Schulzeit, die sie selbst als notwendiges Übel beschreibt, besucht sie die Fachoberschule für Gestaltung. Während sie auf ihren Studienplatz wartet, arbeitet sie als Pflegehelferin in einem Heim für Körperbehinderte, anschließend als Kindermädchen und Krankenpflegerin.

Von 1975 bis 1981 studierte sie an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg den Studiengang Illustration. Sie engagierte sich in der Studentenbewegung, gestaltete Plakate, Flugblätter und zeichnete Karikaturen. 1980 wurde sie Mitglied in der "Hamburger Illustratorengruppe".

Ab 1981 veröffentlichte sie die ersten Bilderbücher, bis 1983 die langjährige Zusammenarbeit Hans-Joachim Gelberg für den Verlag Beltz & Gelberg beginnt. Sie beendet ihre Arbeit als Pflegehelferin und lebt fortan als freischaffende Künstlerin in Hamburg. Für Beltz & Gelberg illustrierte sie zunächst "Die Wunderinsel" (Klaus Kordon), "Gottfried, das fliegende Schwein" (Waldrun Behnke) und "Der Hund kommt", der erste von vielen Romanen mit Christine Nöstlinger, mit der sie auch das Jahresbuch "Ein und alles" machte.1984 bezieht sie ein Atelier in einer alten Fabriketage und zeichnet für Verlage und Zeitschriften, bald auch für die BRIGITTE, wo über sieben Jahre hinweg Cartoons und Bildgeschichten von ihr erscheinen. 1986 wird ihr Sohn Jasper geboren, ihr Erfolg als Illustratorin reißt unterdessen nicht ab, ab 1991 beginnt sie mit dem Zeichnen von Trickfilmen und ihrer Arbeit für das ZDF.

Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet und ausgestellt. Gemeinsam mit Kirsten Boie schuf sie die unverwechselbaren "Juli"-Bilderbücher, die in vielfachen Ausgaben bei Beltz & Gelberg erschienen. Im "Juli"-Sammelband (2005) befinden sich alle Juli-Geschichten. Ihr Bilderbuch "Die Königin der Farben", das inzwischen an vielen Theatern aufgeführt und in Mal-Workshops eingesetzt wird, wurde - genau wie "Schreimutter" - als Animationsfilm umgesetzt. Zuletzt veröffentlichte sie bei Beltz & Gelberg mit Jürg Schubiger und Franz Hohler das Kinderbuch "Aller Anfang" und mit Peter Stamm zusammen das Bilderbuch "Warum wir vor der Stadt wohnen".

Für ihr Gesamtwerk wurde sie 2009 mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet und 2010 mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis.

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Über Kirsten Boie

Kirsten Boie kam am 19. März 1950 in Hamburg zur Welt. Sie studierte Deutsch und Englisch, promovierte in Literaturwissenschaft und arbeitete von 1978 bis 1983 als Lehrerin an einem Gymnasium und an einer Gesamtschule. 1985 erschien ihr erstes Buch "Paule ist ein Glücksgriff", das sofort ein Erfolg wurde. Seither sind mehr als zwanzig Bücher von ihr erschienen und auch in viele Sprachen übersetzt worden. Kirsten Boie ist verheiratet, Mutter zweier Kinder und lebt mit ihrer Familie bei Hamburg.

Die Liste von Kirsten Boies Büchern ist lang. Dabei fing die promovierte Literaturwissenschaftlerin und Gymnasiallehrerin erst mit 35 Jahren an für Kinder zu schreiben, als das Jugendamt wegen ihrer Adoption ihres ersten Kindes von ihr verlangte, ihre Arbeit als Lehrerin zu unterbrechen. So schrieb sie 1985 unter dem Titel "Paule ist ein Glücksgriff" die Geschichte eines dunkelhäutigen, adoptierten Jungen und landete damit einen beispiellosen Erfolg. Unter anderem wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 1986 nominiert. Von da an folgte ein Buch nach dem anderen. An die sechzig sind es inzwischen geworden. "Meine Bücher haben mich überfallen", sagte Kirsten Boie später in einem Vortrag am Institut für Jugendbuchforschung in Frankfurt.

Ihre Themen kommen aus der Alltagswelt der Kinder. Sie schreibt mit trockenem Humor und unverwechselbarem Sprachwitz, erfrischend unpädagogisch und ganz nah am Kind. Häufig stehen selbstbewusste, kesse Mädchen im Mittelpunkt ihrer Geschichten, und mit ironischer Distanz nimmt sie traditionelles Rollenverhalten aufs Korn.

Bei Beltz & Gelberg sind ihre berühmten Juli-Bände erschienen, für die Jutta Bauer unverwechselbare Illustrationen geliefert hat.

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