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Dienstag, 13. März 2018

Vier Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018

»Krakonos« von Wieland Freund, »Tanz der Tiefseequalle« von Stefanie Höfler, »Ich so du so« von der Labor Ateliergemeinschaft und Gesa Kunter für den Sonderpreis »Neue Talente«

DJLP_Kritikerjury_Nominierung_freigestellt.pngGleich drei Titel aus dem Beltz&Gelberg-Programm stehen auf der Shortlist des Deutschen Jugendliteraturpreis 2018: Wieland Freunds »Krakonos« in der Sparte Kinderbuch, Stefanie Höflers »Tanz der Tiefseequalle« in der Sparte Jugendbuch und »Ich so du so« von der Labor Ateliergemeinschaft in der Sparte Sachbuch.

Außerdem nominiert ist die Übersetzerin Gesa Kunter für den Sonderpreis Neue Talente für ihre Übersetzung aus dem Schwedischen von »Schreib! Schreib! Schreib! Die kreative Textwerkstatt« (von Katarina Kuick und Ylva Karlsson, illustriert von Sara Lundberg).

Die Nominierungsbekanntgabe erfolgte am Donnerstag, 15. März 2018, auf der Leipziger Buchmesse durch Vertreter der Jugendjury, die Vorsitzende der Kritikerjury, Birgit Müller-Bardorff und die Vorsitzende der Sonderpreisjury, Prof. Dr. Heike Jüngst.

Nominiert in der Sparte Kinderbuch:
Wieland Freund, »Krakonos«

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In einer hochtechnisierten Welt, in der es kaum noch Natur gibt, entdecken die Brüder Nik und Levi bei einem ihrer nächtlichen Streifzügen einen Raben. Dieser verwandelt sich vor ihren Augen zunächst in einen fremden Mann, kurz darauf nimmt er Levis Gestalt an ... Der echte Levi ist fasziniert von dem geheimnisvollen Gestaltenwandler, der sich »Krakonos« nennt. Doch der sagenhafte Krakonos, auch bekannt als Berggeist Rübezahl, wird erbarmungslos gejagt. Er gilt als unberechenbar und niemand weiß, was er vorhat. Mit ihm geraten Nik und Levi ebenfalls ins Visier der Verfolger und fliehen mit Krakonos. Können Sie ihm trauen?

Wieland Freund, geboren 1969, lebt mit seiner Familie in Berlin. Bei Beltz & Gelberg erschienen von ihm »Krakonos«, »Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts«, »Wecke niemals einen Schrat!«, »Träum niemals von der Wilden Jagd!«, die drei Bände um »Törtel, die Schildkröte aus dem McGrün«, »Ich,Toft und der Geisterhund von Sandkas« sowie das Pappbilderbuch »Zuhause gesucht« (illustriert von Tine Schulz).

Nominiert in der Sparte Jugendbuch:
Stefanie Höfler, »Tanz der Tiefseequalle«
9783407822154.jpgManchmal ist es diese eine Sekunde, die alles entscheidet: Niko, der ziemlich dick ist und sich oft in Parallelwelten träumt, rettet die schöne Sera vor einer Grapschattacke. Sera fordert Niko daraufhin zum Tanzen auf, was verrückt ist und so aufregend anders, wie alles, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist es der Beginn einer Freundschaft von zweien, die gegensätzlicher nicht sein könnten - aber im entscheidenden Moment mutig über ihren Schatten springen.

Stefanie Höfler, geboren 1978, studierte Germanistik, Anglistik und Skandinavistik in Freiburg und Dundee/Schottland. Sie arbeitet als Lehrerin und Theaterpädagogin und lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort im Schwarzwald. Ihr Roman »Mein Sommer mit Mucks« wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016 nominiert.

Nominiert in der Sparte Sachbuch:
Labor Ateliergemeinschaft, »Ich so du so«
9783407823168.jpgWahnsinn, wie verschieden wir sind! Einer ist verträumt, die andere groß. Manche haben eine andere Hautfarbe als die meisten um sie herum, und manche finden Dinge schwer, die anderen leichtfallen. Alles ganz normal. Aber was ist schon normal? In diesem Bilder-Lesebuch geht es genau darum: Bilder, Comics, Fotos, lustige und nachdenkliche Texte und Geschichten, die anregen, Menschen neu und anders zu betrachten. Sie alle zeigen, dass wir viel mehr gemeinsam haben als uns unterscheidet. Und sie machen Mut, so zu sein, wie man ist, und andere sein zu lassen, wie sie sind - normal eben und ganz besonders. Ich so, du so - gut so!

Die Labor Ateliergemeinschaft ist ein Zusammenschluss von acht freiberuflichen Illustratoren und Illustratorinnen, Grafikdesignern und Grafikdesignerinnen, Autorinnen und Autoren in Frankfurt am Main: Anke Kuhl, Alexandra Maxeiner, Jörg Mühle, Moni Port, Natascha Vlahović und Philip Waechter. Zu der Frankfurter Ateliergemeinschaft Labor gehört auch das Designduo Zuni und Kirsten von Zubinski.

Nominiert für den Sonderpreis Neue Talente:
Gesa Kunter für ihre Übersetzung von »Schreib! Schreib! Schreib! Die kreative Textwerkstatt«
Gesa Kunter FotoGesa Kunter
, 1980 in Gießen geboren, studierte Skandinavistik und Anglistik in Frankfurt, Freiburg und Göteborg, Schweden. Nach dem Studium arbeitete sie als Lektorin in verschiedenen Verlagen sowie als Übersetzerin und Literaturagentin. Heute ist sie Lektorin in einem Kinder- und Jugendbuchverlag und lebt in Frankfurt und Berlin.

 

Katarina Kuick und Ylva Karlsson , »Schreib! Schreib! Schreib! Die kreative Textwerkstatt«
9783407821249.jpgDuftende Wörter sammeln, Gedichte sticken, aus Sicht einer Topfpflanze erzählen - mit schnellen Übungen für alle Sinne und überraschendem Inspirationsmaterial macht diese Schreibwerkstatt Lust, sofort loszutexten.

 

 

 

Über den Deutschen Jugendliteraturpreis:
Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird seit 1956 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und jährlich verliehen. Ziel des Deutschen Jugendliteraturpreises ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen Orientierungshilfe bei einem schier unüberschaubaren Buchmarkt zu bieten. Ausgezeichnet werden herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur. Eine Kritikerjury, bestehend aus neun erwachsenen Juroren, vergibt den Deutschen Jugendliteraturpreis in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Parallel dazu verleiht eine unabhängige Jugendjury den Preis der Jugendjury. Neben den Spartenpreisen werden im jährlichen Wechsel zwei Sonderpreise an deutsche Autor_innen, Illustrator_innen und Übersetzer_innen vergeben: Der Sonderpreis für das Gesamtwerk sowie der Sonderpreis »Neue Talente«.