Welche Rolle spielt Eigentum für Geschlechterbeziehungen? Dieses Buch zeigt, dass koloniale Eigentumsordnungen keineswegs der Vergangenheit angehören, sondern bis heute zentrale politische Auseinandersetzungen um Geschlecht prägen – etwa um vergeschlechtlichte Gewalt, reproduktive Selbstbestimmung und grundlegende Rechte. Diese Logiken wirken auch in als emanzipatorisch verstandenen feministischen Theorien und Praktiken fort. Ausgehend von der deutschen Kolonialgeschichte zeichnet Hannah Vögele nach, wie koloniale Enteignungsprozesse auch an unerwarteten Orten reproduziert werden, und lädt dazu ein, das Archiv politischer und Sozial-Theorie mit einem davon geschärften kritischen Blick neu zu lesen.
Hannah Vögele, Dr. phil., forschte bis 2025 im Sonderforschungsbereich »Humandifferenzierung« der Universität Mainz und ist seit 2026 Walter-Benjamin-Stipendiatin an der Universität Linköping, Schweden.
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