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Für Leseleistungen spielt ein schulisches Bildungsklima mit hohen Erwartungen, gegenseitigem Vertrauen und Wirksamkeitsüberzeugungen im Kollegium eine zentrale Rolle. Dennoch wird das Bildungsklima eher selten im Kontext einer benachteiligten Schulkomposition (z. B. hoher Anteil an Lernenden mit nichtdeutscher Familiensprache und geringeres mittleres kulturelles Kapital) diskutiert, obwohl es möglicherweise einen Ansatz im Umgang mit nachteiligen Kompositionseffekten eröffnet. Aufbauend auf bildungssoziologischen Ansätzen zur Bedeutung des Bildungsklimas wird im Beitrag das Zusammenspiel zwischen der Grundschulkomposition, dem von Schulleitungen eingeschätzten Bildungsklima und der Leseleistung beleuchtet. Mehrebenenanalysen weisen signifikante Kompositionseffekte (auf Basis des mittleren kulturellen Kapitals) nach, die durch die Schwerpunktsetzung auf akademischen Erfolg als Indikator für das Bildungsklima vermittelt werden. Vor allem das Vertrauen in die Eltern und ein akademischer Fokus der Schule sind mit der Leseleistung assoziiert. Der Anteil von Lernenden mit einer nichtdeutschen Familiensprache hängt ebenfalls signifikant mit dem Bildungsklima zusammen, ist jedoch im Gegensatz zum mittleren kulturellen Kapital nicht mit der Leseleistung assoziiert. \nA school academic climate with high expectations, mutual trust and collective efficacy among the colleagues plays a central role in reading performance. Nevertheless, the academic climate is rarely discussed in the context of a disadvantaged school composition (e.g. high proportion of learners with a non-German family language and a lower level of average cultural capital), although it could possibly open up an approach to dealing with disadvantageous composition effects. Building on sociological explanations on the importance of the academic climate, this article examines the interplay between primary school composition, the academic climate as assessed by principals and reading achievement. Multilevel analyses show significant composition effects (based on mean cultural capital), which are mediated by the emphasis on academic success as an indicator of the academic climate. Above all, trust in parents and an academic emphasis are associated with reading performance. The proportion of learners with a non-German family language is also significantly related to the academic climate but, unlike mean cultural capital, is not associated with reading achievement.
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