Während öffentliche Debatten Roboter häufig als menschenähnliche Akteure mit gesellschaftlichem Substitutions- und Gefahrenpotenzial besprechen, erforscht Hannah Link in dieser ethnografischen Studie ihre Entwicklung in Forschungslaboren. Im Fokus stehen technische Entscheidungsprozesse, körperliche Praktiken, Basteleien, Herausforderungen, Umwege und Routinen. Deutlich wird, dass Fragen des Menschlichen im Labor nicht normativ oder philosophisch verhandelt werden, sondern punktuell und strategisch in konkrete technische Problemlösungen einfließen.
Die Robotik erscheint damit weniger als humanwissenschaftlich orientiertes Projekt, sondern als technikzentrierte Praxis, in der soziale Ordnung, Körperkonzepte und Vorstellungen vom Menschen situativ erzeugt und operationalisiert werden. Die Studie leistet einen empirisch fundierten Beitrag zur feministischen Wissenschafts- und Technikforschung sowie zur Erforschung technischer Verkörperungsprozesse.
Hannah Link, Dr. phil., forschte bis 2025 im Sonderforschungsbereich »Humandifferenzierung« der Universität Mainz und ist seit 2026 Walter-Benjamin-Stipendiatin an der Universität Linköping, Schweden.
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Die Robotik erscheint damit weniger als humanwissenschaftlich orientiertes Projekt, sondern als technikzentrierte Praxis, in der soziale Ordnung, Körperkonzepte und Vorstellungen vom Menschen situativ erzeugt und operationalisiert werden. Die Studie leistet einen empirisch fundierten Beitrag zur feministischen Wissenschafts- und Technikforschung sowie zur Erforschung technischer Verkörperungsprozesse.45https://www.beltz.de/media/ed/e1/56/1741704145/dummy_image.jpeg?ts=1776870825