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Pressemeldung

Montag, 30. Januar 2017

Liebende bleiben

Familie braucht Eltern, die mehr an sich denken

In seinem neuen Buch betrachtet Jesper Juul Familie neu: Er stellt dar, welchen Einfluss die Beziehung der Eltern auf das Familienleben hat. Juul wendet sich gegen eine übertriebene Fokussierung auf das Kind und wünscht sich Eltern, die mehr an sich denken.

Jesper Juul, Familientherapeut und Bestsellerautor, widmet sich in »Liebende bleiben. Familien braucht Eltern, die mehr an sich denken« der Frage, wie Paare mit Konflikten in ihrer Beziehung zurechtkommen, wie sie bei Uneinigkeiten in Erziehungsfragen bestehen oder sich verhalten, wenn der Liebespartner aus den Augen verloren wurde. Er beschreibt Wege, wie jungen Paaren der Übergang von der Zweierbeziehung zur Familie mit Kind gelingt und beschreibt das Phänomen der »Intuitiven Verbindung«, einer besonders großen Nähe zwischen einem Elternteil und dem Kind. Wenn diese mit Liebe gleich gesetzt wird, kann dies zu Irritationen führen, weil Eltern Gefahr laufen zu fragen: "Warum liebt mein Kind meinen Partner mehr als mich?"

Juul stellt dar, wie Eltern trotz Kind eine gute Beziehung führen und macht ihnen Mut zur Zweisamkeit: Sie ist die Basis für das Glück der ganzen Familie. Alle Familienmitglieder leben leichter und zufriedener, wenn Eltern ihrer Liebesbeziehung Zeit und Raum geben. Nur so kann ein harmonisches Umfeld entstehen, in dem Kinder bindungssicher und gestärkt aufwachsen. In einem eigenen Kapitel geht Juul auf die Frage ein, ab wann es sich empfiehlt, getrennte Wege zu gehen.

Für Juul ist klar: Familie braucht Eltern, die an sich denken! Zum Wohl der Eltern, aber auch für die persönliche Entwicklung aller in der Familie. Denn das Beste, was Eltern für ihre Kinder tun können, ist, die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen und so ihrem Kind Vorbild zu sein.