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Dieser Artikel skizziert zentrale Befunde des Forschungsprojekt „InRa A03“, das in einem Mixed-Methods-Design untersucht, ob, warum und auf welche Art und Weise Rassismus in ausgewählten Behörden vorkommt. Die empirischen Forschungserkenntnisse bieten einen Einblick in die Komplexität rassistischer Dynamiken in Jobcenter, Sozial- und Ausländerbehörden. Sie zeigen, dass Rassismus in Behörden vielfältig und oft subtil auftritt. Es werden praxisbezogene Fallbeispiele präsentiert, welche veranschaulichen, wie sich Rassismus in Entscheidungspraktiken, Verhaltensweisen und der Gestaltung von behördeninternen Prozessen manifestiert. Insbesondere wird die enge Verflechtung von individuellem und institutionellem Rassismus ersichtlich. Individuelle Vorurteile und die Handlungen einzelner Mitarbeitenden werden durch institutionelle Strukturen verstärkt und perpetuiert, was zu einer systematischen Benachteiligung von marginalisierten Gruppen führt. Daher wird ein ganzheitlicher Blick auf die jeweiligen Praktiken und Logiken deutscher Behörden geworfen. Die Analyse hebt die Bedeutung einer umfassenden, institutionalisierten Anti-Rassismus-Kompetenz hervor und unterstreicht die Notwendigkeit praxisorientierter Handlungsempfehlungen, die über einen Ansatz des Diversitätsbewusstseins hinausgehen. Insgesamt verdeutlicht diese Untersuchung die Dringlichkeit eines grundlegenden Wandels in öffentlichen Verwaltungen, um Rassismus in all seinen Formen zu bekämpfen. Dies erfordert nicht nur strukturelle Veränderungen, sondern auch ein Umdenken auf Mikroebene sowie die Implementierung von konkreten Maßnahmen zur Förderung von Anti-Rassismuskompetenzen auf Mesoebene.
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