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Bei Jugendlichen ist häufig ein Rückgang schulbezogener Motivation zu beobachten, der zum Teil auch mit einer sozialen Entkopplung von der Schule einhergeht. In diesem Zusammenhang werden negative Kognitionen und Affekte gegenüber Schule auch als „Schulentfremdung“ bezeichnet. Diese kann in schwerwiegenden Fällen zum Schulabbruch führen. Neben individuellen und sozialen Bedingungen spielen auch schul- und unterrichtsbezogene Determinanten eine Rolle. In der vorliegenden Studie wird der Zusammenhang zwischen zentralen Merkmalen der Unterrichtsqualität und verschiedenen Dimensionen von Schulentfremdung (Entfremdung vom Lernen, von Lehrkräften und von Mitschüler:innen) genauer untersucht. Basierend auf einem Mixed-Methods Design wurden in der quantitativen Teilstudie N = 1.749 Schüler:innen aus 5. bis 9. Klassen an insgesamt 31 Sekundarschulen mit einer hohen Schulabbruchquote (> 10 %) eines deutschen Bundeslands mittels Fragebögen erhoben. In der qualitativen Teilstudie schilderten 76 Schüler:innen in 18 Gruppendiskussionen ihr Erleben in Schule und Unterricht. Alle betrachteten Merkmale der Unterrichtsqualität stehen im Zusammenhang mit der Schulentfremdung, jedoch unterschiedlich stark. Classroom Management wurde als stärkster Prädiktor für alle Entfremdungsdimensionen identifiziert. Die qualitativen Erkenntnisse stützen die quantitativen Ergebnisse und illustrieren, dass insbesondere negative soziale Beziehungen als Indikatoren der Entfremdung von Lehrkräften und von Mitschüler:innen beschrieben werden können. Entsprechende Implikationen für die Prävention von Schulentfremdung werden abschließend abgeleitet. \nA decline in school-related motivation is often observed in young people, which is sometimes accompanied by a social disengagement from school. Negative cognitions and affects towards school are also referred to as “school alienation” and in severe cases, this can lead to school dropout. Individual and social aspects, as well as school- and instruction-related determinants are relevant. The aim of this study is to examine the relationship between key characteristics of instructional quality and different dimensions of school alienation (alienation from learning, from teachers, from classmates). Based on a mixed-methods design, N = 1.749 students from 5th to 9th grade at 31 secondary schools with a high rate of school dropout (> 10 %) in a German federal state were surveyed using questionnaires. In the qualitative part of the study, 18 group-interviews 76 students were carried out.All of the characteristics of instructional quality considered in this study are relatedto school alienation, but have varying degrees of significance. Classroom management was the strongest predictor of all dimensions of alienation. Qualitativefindings illustrate that negative social relationships in particular can be described as indicators of alienation from teachers and classmates. Finally, implications for the prevention of school alienation are derived.
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