Veranstaltung | BELTZ
Donnerstag, 26. November 2020, 16:20 Uhr, Berlin

Prof. Dr. Astrid Müller, Autorin von »Therapie Tools Kaufsucht« spricht über »Kaufsucht: Wirklich typisch weiblich?«

Im Rahmen des digitalen DGPPN-Kongresses 2020

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Der Beitrag gibt einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand zu Geschlechtseffekten bei Kaufsucht. Typische Kennzeichen von Kaufsucht sind eine starke gedankliche Vereinnahmung durch das Thema Kaufen und ein unwiderstehlicher Kaufdrang, die in wiederholtem Kontrollverlust über den Warenkonsum resultieren, welcher der Emotionsregulation dient. Trotz weitreichender negativer Konsequenzen und Einschränkungen in diversen Funktionsbereichen gelingt es den Betroffen oft nicht, den Warenkonsum anhaltend zu reduzieren.

Aufgrund phänomenologischer und neuropsychologischer Ähnlichkeiten von Kaufsucht mit stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen und der Störung durch Glücksspielen wird in den letzten Jahren vermehrt die nosolgische Einordnung des pathologischen Kaufens als nicht-stoffgebundene Abhängigkeitserkrankung (Verhaltenssucht) diskutiert. Die geschätzte Prävalenz von Kaufsucht liegt laut einer Metaanalyse bei ca. 5%. Die meisten epidemiologischen und klinischen Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen öfter von Kaufsucht betroffen sind als Männer. Geschlechtsunterschiede bezogen auf die Phänomenologie oder zugrundeliegende bzw. assoziierte psychosoziale Mechanismen wurden bislang kaum untersucht.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.dgppnkongress.de

 

Veranstaltungsort
DGPPN Kongress digital
Berlin


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