We have a situation“ - Von gefährlichen Einsatzlagen und ihren Problemlösern
We have a situation“ - Von gefährlichen Einsatzlagen und ihren Problemlösern
9,98 €
| Produktnummer: | KJ2403214 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 28.08.2024 |
| Umfang: | 19 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Als Reaktion auf die terroristischen Anschläge in Europa seit 2015 haben deutsche Polizeien eine landesweite Direktive implementiert. Sie führt einen flexiblen und skalierbaren operativen Rahmen ein, der zur Bewältigung der Herausforderungen des situativen Polizierens von lebensbedrohlichen Einsatzlagen befähigen soll. Neue Weiterbildungen sollen Streifenbeamt*innen darauf vorbereiten, aufkommende Bedrohungen zu erkennen und sie sofort zu bekämpfen. Bei teilnehmenden Beobachtungen dieser Weiterbildungen begegnete uns die polizeiliche Figur des Problemlösers. In Szenariotrainings ist sie daran beteiligt, eine neue Form der Subjektivität hervorzubringen, die situative Ungewissheiten annimmt, statt sie reduzieren zu wollen. Als Meister der Situation strebt der Problemlöser nach Perfektion, befreit sich aber von unrealistischen Erwartungen. Streifenbeamt*innen sollen den Problemlöser verkörpern, indem sie die Basics der Gefahrenbekämpfung perfektionieren und ihre eigene Wahrnehmung, ihr Gefahrenradar, schärfen. Problemlöser lassen sich von Erfahrungen der eigenen Verletzlichkeit und der Erkenntnis, dass nicht jede Bedrohung abgewendet oder verhindert werden kann, nicht verunsichern, sondern machen sie zu Grundlagen ihres Denkens, Erfahrens und Handelns. \nIn response to the terrorist attacks in Europe since 2015, German police forces have implemented a nationwide directive. It introduces a flexible and scalable operational framework designed to enable offices to meet the challenges of situational policing in so called life-threatening situations. New training programmes are designed to prepare patrol offices to recognise emerging threats and combat them immediately. During participant observation of these trainings, we encountered the police figur of the problem solver. In scenario training, it is involved in creating a new form of subjectivity that embraces situational uncertainties instead of trying to reduce them. As the master of the situation, the problem solver strives for perfection, but frees himself from unrealistic expectations. Patrol offices should embody the problem solver by perfecting the basics of fighting threats and shapening their own perception, their hazard radar. Problem solvers do not allow themselves to be unsettled by experiences of their own vulnerability and the realisation that not every threat can be averted or prevented, but instead make them the basis of their thinking, experiencing and acting.
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