Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation

Wirkung als Differenzierungspraxis: Die Nutzung von Wirkungszuschreibungen an Gangsta-Rap durch jugendliche Rezipierende

Zusammenfassung

Der Rezeption von Rap, zumal von Gangsta-Rap, werden oftmals negative Wirkungen auf jugendliche Rap-Hörer:innen attestiert. Rap scheint zu Misogynie, Gewalt, Antisemitismus und anderen unerwünschten Verhaltensweisen bzw. Einstellungen zu führen. Im vorliegenden Beitrag greifen wir diese Zuschreibungen auf und analysieren, wie junge Rap-Rezipierende selbst mit negativen Wirkungszuschreibungen umgehen. In unserer qualitativen Studie zur Rezeption von Rap zeigte sich, dass Wirkungszuschreibungen auch unter den begleiteten Jugendlichen relativ weit verbreitet sind. Sie werden genutzt, um kategoriale Differenzbestimmungen vorzunehmen: Von negativen Wirkungen seien insbesondere junge, unerfahrene und weibliche Fans betroffen, während der Wirkungsdiskurs genutzt wird, um sich selbst als handlungsmächtiges, Rap-kundiges Subjekt auszuweisen, das ,guten‘, d. h. authentischen Rap erkennen und zur Weiterentwicklung der eigenen Person nutzen kann. Derartige Zuschreibungen werden von den Jugendlichen im sozialen Kontext interaktiv ausgehandelt.

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Beitrag
Wirkung als Differenzierungspraxis: Die Nutzung von Wirkungszuschreibungen an Gangsta-Rap durch jugendliche Rezipierende
ZSE Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ISSN 1436-1957), Ausgabe 1, Jahr 2026, Seite 78 - 94

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Titel

Wirkung als Differenzierungspraxis: Die Nutzung von Wirkungszuschreibungen an Gangsta-Rap durch jugendliche Rezipierende

Zeitschrift

ZSE Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ISSN 1436-1957), Ausgabe 1, Jahr 2026, Seite 78 - 94

DOI

10.3262/ZSE2601078

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Print ISSN

1436-1957

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Anna Merle Baldsiefen / Bernd Dollinger / Julia Rieger

Schlagwörter

Jugendliche
Wirkung
Rezeption
youth
Differenzierung
Differentiation
reception
gangsta rap
Impact