Betriebliche Normalitätserwartungen als Barrieren am Übergang in die berufliche Bildung. Ethnographische Einsichten in eine betriebliche Einstiegsqualifizierung

Zusammenfassung

Zusammenfassung: Angesichts der Diskurse um Inklusion in der beruflichen Bildung ste-hen Ausbildungsbetriebe vor der Herausforderung, sich der sozialen Heterogenität junger Menschen zu öffnen. Zugleich bleibt zahlreichen Jugendlichen der Zugang zur berufli-chen Erstausbildung verwehrt. In Bildungsgängen des sogenannten Übergangssystems sol-len sie auf eine Ausbildung vorbereitet werden. Besondere Erwartungen werden an betrieb-liche Maßnahmen gerichtet, die jedoch längst nicht immer zur Integration in Ausbildung führen. Vor diesem Hintergrund betrachtet der Beitrag die Umsetzung einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) in einem Unternehmen, das bislang keine Erfahrung in der Ausbildungsvorbereitung hat. Mittels einer ethnographischen Forschungsstrategie wird untersucht, wie das Ausbildungspersonal die teilnehmenden Jugendlichen wahrnimmt und pädagogisch adressiert. An empirischen Beispielen wird die hohe Bedeutung betrieblicher Normalitätserwartungen im Bereich der sogenannten Softskills aufgezeigt. Die Umsetzung der EQ zeichnet sich weniger durch eine systematische Förderung als durch eine wieder-holte Überprüfung der sozialen Kompetenzen aus.



Schlüsselwörter: Inklusion, Ausbildungsvorbereitung, Einstiegsqualifizierung, Übergang-system, Übergang Schule/Berufsausbildung, Ethnographie





Abstract: Given the far-reaching debate on inclusive vocational education, companies providing vocational training are challenged to become receptive for a broad spectrum of social heterogeneity of young people. At the same time, many young people do not have access to initial vocational training. The so called "transition system" preparing for voca-tional training is to facilitate the integration of these young people. Even though, operati-onal training measures aiming at preparing for vocational training are promising, they do not always fulfill the expectations of integrating young people into initial vocational sys-tem.

This article highlights the implementation of an operational measure in a company with no prior experience in pre-vocational training. Using an ethnographic research strate-gy this study examines how the trainees in such programs are perceived and addressed pe-dagogically by the training staff. The great importance of a comany´s normative expecta-tions of so-called soft skills are pointed out by several empirical examples. The operational training measure is brought forward by periodical reviews of the trainees´ soft skills rather than targeted support.



Keywords: inclusion, preparation for vocational education and training, transition sys-tem,,transition school/vocational training, ethnography



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Beitrag
Betriebliche Normalitätserwartungen als Barrieren am Übergang in die berufliche Bildung. Ethnographische Einsichten in eine betriebliche Einstiegsqualifizierung
Sonderpädagogische Förderung heute (ISSN 1866-9344), Ausgabe 02, Jahr 2016, Seite 179 - 191

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Titel

Betriebliche Normalitätserwartungen als Barrieren am Übergang in die berufliche Bildung. Ethnographische Einsichten in eine betriebliche Einstiegsqualifizierung

Zeitschrift

Sonderpädagogische Förderung heute (ISSN 1866-9344), Ausgabe 02, Jahr 2016, Seite 179 - 191

DOI

10.3262/SZ1602179

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Print ISSN

1866-9344

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Marc Thielen / Lara-Joy Rensen

Schlagwörter