Eine Diskursanalyse zur Zielgruppe der bildungssystemfernen Familien in Family-Literacy-Programmen

Wenn die Zielgruppendefinition kein Ziel ist
Zusammenfassung

Family-Literacy-Programmen (FLP) wird ein bedeutendes Potenzial in der Bekämpfung von Bildungsbenachteiligung zugeschrieben. Diese Programme adressieren die Stärkung von Literacy-Kompetenzen innerhalb der Familie, um so die Bildungschancen von Kindern nachhaltig zu verbessern. Der dahinter liegende mehrdimensionale Ansatz zur Beschreibung von Beeinträchtigungen in der schriftsprachlichen Lernentwicklung von zuvorderst Kindern aus bildungssystemfernen Familien macht diese Programme für die sonderpädagogische Fachrichtung Lernen besonders interessant (vgl. Einhellinger, 2013). Jedoch erschwert die Vielfalt der Begrifflichkeiten, die zur Beschreibung der Zielgruppe verwendet werden, die Einschätzung der Passung sowie eine Übertragung der vielversprechenden Forschungsbefunde. Das Forschungsinteresse dieser Diskursanalyse entspringt der Annahme, dass die Konstruktion von Benachteiligung im wissenschaftlichen Diskurs über FLP weitreichende Implikationen für die Gestaltung und Umsetzung dieser Programme hat. Insbesondere stellt sich die Frage, wie durch sprachliche und konzeptionelle Entscheidungen bestimmte Bilder von Familien und ihren Kompetenzen erzeugt werden und welche Auswirkungen dies auf die Förderung der Zielgruppe hat. Eine kritische Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Annahmen und Normen scheint in diesem Kontext notwendig.

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Beitrag
Eine Diskursanalyse zur Zielgruppe der bildungssystemfernen Familien in Family-Literacy-Programmen
Sonderpädagogische Förderung heute (ISSN 1866-9344), Ausgabe 3, Jahr 2025, Seite 248 - 258

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Titel

Eine Diskursanalyse zur Zielgruppe der bildungssystemfernen Familien in Family-Literacy-Programmen

Zeitschrift

Sonderpädagogische Förderung heute (ISSN 1866-9344), Ausgabe 3, Jahr 2025, Seite 248 - 258

DOI

10.3262/SZ2503248

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Print ISSN

1866-9344

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Sandra Eichstädt / Antonia Landrock / Sven Basendowski

Schlagwörter