Enzyklopädie Soziale Arbeit Online (ESozAO)

Fachgebiet

Geschichte der Sozialen Arbeit: Soziale Arbeit im Nationalsozialismus

Von Kollaboration über Koexistenz bis Widerstand – Katholische Wohlfahrtspflege im Nationalsozialismus

Zusammenfassung

Der Beitrag analysiert die Rolle der Katholischen Wohlfahrtspflege (KWP) im Nationalsozialismus. Im Zentrum stehen die Ambivalenzen zwischen dem christlichen Leitbild der Nächstenliebe und den Zielen der nationalsozialistischen Wohlfahrtspolitik. Zunächst wird die Entwicklung der KWP nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im breiten Spektrum zwischen Kollaboration und Widerstand skizziert. Anschließend werden die Konvergenzen und Divergenzen zwischen den Leitbildern und Praktiken der katholischen und nationalsozialistischen Wohlfahrt vor dem Hintergrund eines eugenischen beziehungsweise sozialhygienischen Paradigmas analysiert, das die öffentliche Wohlfahrt und soziale Professionen unter dem Stichwort der „Endlösung der sozialen Frage“ seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts dominierte. Zudem skizziert der Text unterschiedliche Formen von Widerstand gegen die Entmenschlichung des NS-Regimes. Abschließend wird über die Verstrickungen der KWP in das Denken und die Praktiken der NS-Eugenik resümiert und die Notwendigkeit eines reflektierten Umgangs der katholischen Wohlfahrt mit ihrer historischen Verantwortung betont.

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Beitrag
Von Kollaboration über Koexistenz bis Widerstand – Katholische Wohlfahrtspflege im Nationalsozialismus

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Titel

Von Kollaboration über Koexistenz bis Widerstand – Katholische Wohlfahrtspflege im Nationalsozialismus

DOI

10.3262/ESOZAO13260035

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Artikelseite content-select.com

Print ISSN

2944-4160

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Andreas Lob-Hüdepohl

Schlagwörter

Akteure/Institutionen
Deutscher Caritasverband
Deutsche Wohlfahrtspflege
NS-Wohlfahrt
Widerstand und Kollaboration
Menschenrechte und Menschenwürde

NEU Fachgebiet: Methoden und Handlungskonzepte

In Kürze erscheinen die ersten Beiträge zum Fachgebiet »Methoden und Handlungskonzepte«. Die Einleitung von Kerstin Balkow, Michael Domes, Jutta Harrer-Amersdorffer und Peter-Ulrich Wendt steht bereits zur Verfügung.

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