Zeitschrift für Diskursforschung/ Journal for Discourse Studies

Die Forschungsperspektive der Interpretativen Subjektivierungsanalyse

Zusammenfassung

Der Forschungsstil der Interpretativen Subjektivierungsanalyse (ISA) schließt an die wissenssoziologische Diskurs- und Dispositivforschung an und entwickelt in Auseinandersetzung mit Michel Foucaults Subjekt- und Machtkonzeptionen sowie im Anschluss an das Interpretative Paradigma der Soziologie heuristische Analysebegriffe zur Umsetzung von qualitativ-empirischen Forschungsvorhaben, die in einer Doppelperspektive sowohl normative Subjektpositionen als auch die Selbstverhältnisse und Subjektivitäten tatsächlich lebender, handelnder und verkörperter Menschen in den Blick nehmen. Dazu wird in diesem Beitrag ein minimal-anthropologisch fundiertes Akteurskonzept zugrunde gelegt und anhand von zwei Studien aufgezeigt, dass die Fragen nach den Machtwirkungen von normativen Subjektordnungen und der Agency von Akteuren nicht im Vorfeld von Untersuchungen theoretisch zu bestimmen sind, sondern als empirische Frage gewendet werden müssen, indem rekonstruiert wird, wie die konkreten Machtverhältnisse im Forschungsfeld beschaffen sind und welche Spielräume und Ressourcen den ›angerufenen Subjekten‹ für die mehr oder weniger kreativ-eigensinnigen Selbst-Positionierungen zur Verfügung stehen.

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Beitrag
Die Forschungsperspektive der Interpretativen Subjektivierungsanalyse
Zeitschrift für Diskursforschung (ISSN 2195-867X), Ausgabe 1, Jahr 2021, Seite 142 - 160

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Titel

Die Forschungsperspektive der Interpretativen Subjektivierungsanalyse

Zeitschrift

Zeitschrift für Diskursforschung (ISSN 2195-867X), Ausgabe 1, Jahr 2021, Seite 142 - 160

DOI

10.3262/ZFD2101142

Print ISSN

2195-867X

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Saša Bosančić

Schlagwörter

Subjektivierung
Qualitative Forschung
Wissenssoziologische Diskursanalyse
Interpretatives Paradigma
Resignifikation
Interpretative Subjektivierungsanalyse
Selbst-Positionierung
Wahrheitsspiele