Über den Peter-Härtling-Preis

Der Peter-Härtling-Preis für unveröffentlichte Kinder- und Jugendbuchmanuskripte wird seit 1984 alle zwei Jahre von BELTZ & Gelberg ausgeschrieben. Er zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur.

Ins Leben gerufen wurde er im Jahr 1983 anlässlich des 50. Geburtstags des Autors. Der Verlag würdigt mit diesem besonderen Geschenk zum einen Peter Härtlings Verdienst um die Kinder- und Jugendliteratur, zum anderen jenen Autor_innen, die seiner Tradition folgen. Die erste Preisträgerin, Karin Gündisch, wurde 1984 geehrt.

Die Wahl des Siegerbuchs aus den anonymisierten Einsendungen liegt bei einer fünfköpfigen, unabhängigen Jury. Zu Lebzeiten führte Peter Härtling selbst den Juryvorsitz. Für den oder die Gewinner_in stehen ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro sowie ein Verlagsvertrag in Aussicht.

Fixpunkt in dem zweijährigen Turnus ist die festliche Verleihung rund um den Jahrestag der Bücherverbrennung. Damit setzt der Preis ein Zeichen gegen das Vergessen bzw. für Freiheit, Toleranz und soziale Verantwortung und betont die wichtige Rolle, die der (Kinder- und Jugend-) Literatur hierbei zukommt.

»Bücher, die ich meine, sollen nicht beschwichtigen, sie sollen beunruhigen und wecken. Neugierig sollen sie machen auf Menschen und Dinge, auf das Unbekannte im Bekannten, sogar auf das Unmögliche. Bücher können zu neuen Gedanken herausfordern. Denk weiter, rede weiter, erzähl weiter. Trau deiner Fantasie, aber lasse sie die Wirklichkeit nicht vergessen.«
Peter Härting in seiner Rede »Über die Schwierigkeiten und das Vergnügen beim Schreiben für Kinder« zitiert nach: »Werkstattbuch Peter Härtling«, Beltz & Gelberg 1998