Zeitschrift für Pädagogik

Interruptionen und Disruptionen

Wie Schüler:innen in Deutschland und Kanada pandemiebedingte Schulschließungen als Brüche erleben und bearbeiten
Zusammenfassung

Im Zuge der Corona-Pandemie haben Schüler:innen vielfältige Änderungen von Schule erfahren, die sich u.a. in Schulschließungen und der Nutzung digitaler Lehr-Lernangebote zeigen. In dem Beitrag fragen wir, wie Schüler:innen aus Deutschland und Kanada die Situation erlebt und bearbeitet haben. Mithilfe der Praxeologischen Wissenssoziologie wird rekonstruiert, dass die Restrukturierungen von Schule und Unterricht für die Schüler:innen Brüche gegenüber ihrer habitualisierten Schul- und Unterrichtspraxis darstellen. Der komparative Vergleich von Gruppendiskussionen mit Schüler:innen beider Länder zeigt, dass die Brüche bei den kanadischen Schüler:innen dazu geführt haben, dass sie keine gleichwertige Lernorientierung im digitalen Unterricht erfahren haben, während ihre deutschen Peers eine neue Orientierung an Regelbrüchen, in der Form des Fernbleibens vom Unterricht oder dem Betrügen bei Tests zeigen. Die Ergebnisse, die wir als Inter- und Disruption bezeichnen, werden sowohl anhand der empirischen Beispiele dargelegt als auch entlang schulpädagogischer Betrachtungen reflektiert.

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Beitrag
Interruptionen und Disruptionen
Zeitschrift für Pädagogik (ISSN 0044-3247), Ausgabe 1, Jahr 2026, Seite 79 - 89

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Titel

Interruptionen und Disruptionen

Zeitschrift

Zeitschrift für Pädagogik (ISSN 0044-3247), Ausgabe 1, Jahr 2026, Seite 79 - 89

DOI

10.3262/ZP2601079

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Print ISSN

0044-3247

Verlag

Beltz Juventa

Autoren

Nils Schrewe / Tanja Sturm

Schlagwörter

Unterricht
Dokumentarische Methode
teaching
Practice
documentary method
Brüche
Corona
COVID-19
Schulschließungen
Ruptures
School Closures